ernährungswissenschaftliche Empfehlungen:

Forschungsinstitut für Kinderernährung www.fke-do.de

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. www.dge.de

fachlich gesicherte Unterstützung:

„La Leche Liga“ www.lalecheliga.de

Information aus der Forschung :

„Bundesamt für Risikoforschung“  www.bfr.de

alternative Ernährung zum Stillen ...

Für die ersten vier Lebensmonate des Babys ist Anfangsnahrung mit der Bezeichnung "Pre" - früher als adaptiert bezeichnet - am besten geeignet. Diese Produkte sind in ihrer Zusammensetzung weitgehend der Muttermilch angepasst. Um den hohen Eiweißanteil der Kuhmilch dem niedrigeren Gehalt der Muttermilch anzugleichen, wird z. B. ein Teil des Caseins der Kuhmilch entfernt und teilweise durch leichter verdauliches Molkeneiweiß ersetzt. Als Kohlenhydrat dürfen "Pre"-Nahrungen ausschließlich Milchzucker (Lactose) enthalten. Um die Nährstoffversorgung des Säuglings sicherzustellen, sind den Anfangsnahrungen außerdem gesetzlich festgelegte Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen zugesetzt. Milch, die mit "Pre"-Pulver angerührt wird, ist dünnflüssig und sättigt ähnlich wie Muttermilch. Daher richtet sich die Menge und die Trinkzeit wie beim Stillen nach den Bedürfnissen des Säuglings. Eine Überfütterung durch zu große Mengen oder zu viele Mahlzeiten ist nahezu ausgeschlossen. Säuglingsmilchnahrungen mit der Silbe "Pre" sind nur von konventionellen Herstellern im Handel.

Sind ein oder beide Elternteile Allergiker, sollte ihr Nachwuchs allergenarme Anfangsnahrung erhalten. So besteht die Chance, die Entwicklung einer Allergie zu verhindern oder wenigstens hinauszuzögern. Die entsprechenden Milchpulver unterscheiden sich von den üblichen Produkten nur durch die Beschaffenheit der Eiweiße. Bei den hypoallergenen Produkten (HA-Nahrung), sind die Eiweiße in Bruchstücke aufgespalten, wodurch sie weniger allergen wirken. Reagiert das Baby bereits allergisch auf Kuhmilcheiweiß, können selbst HA-Nahrungen eine Allergie auslösen. Dann kommen nur hochgradig hydrolysierte Produkte in Frage, bei denen die Eiweißbestandteile so weit aufgespalten sind, das sie nicht mehr allergieauslösend wirken. Dadurch schmeckt die Milch sehr bitter, so dass Säuglinge diese Nahrung häufig zunächst ablehnen. Wer auf ein stark hydrolisiertes Produkt zurückgreifen möchte bzw. muss, sollte das Milchpulver auswählen, das den höchsten Calciumgehalt aufweist.

Hydrolisierte Nahrungen gibt es auch auf Sojabasis. Sie sind bei Säuglingen mit Kuhmilchunverträglichkeit allerdings problematisch. Denn nach einiger Zeit entwickelt rund jeder Vierte Kuhmilchallergiker zusätzlich eine Allergie gegen Soja. Eltern, die dennoch eine Sojamilch füttern möchten, dürfen nur speziell als Säuglingsnahrung deklarierte Produkte verwenden, nicht etwa Sojamilch oder Sojadrink. Für welche Nahrung sich Eltern auch entscheiden, bei der Zubereitung müssen Hygiene, Sorgfalt und Genauigkeit im Vordergrund stehen, um dem Säugling einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Das Bundesamt für Risikoforschung empfiehlt:
Wissenschaft und Gesundheitswesen sind sich absolut einig in der Beurteilung des Stillens als unersetzlichen Wert für den Säugling, etwa durch die bedarfsgerechte Nährstoffzufuhr und eine Verminderung des Risikos für infektiöse Atemwegs- und Durchfallerkrankungen. Darüber hinaus zeigt Stillen auch wichtige langfristige Auswirkungen, da ehemalige Stillkinder deutlich seltener an kindlichem Übergewicht und Adipositas leiden sowie später eine bessere kognitive Leistungsfähigkeit entwickeln.